Auf der Suche nach der verlorenen Stille

Die medizinische Forschung vermutet, dass die auslösenden Ursachen für Tinnitus im Innenohr liegen. Man denkt, dass die überforderten Hörzellen die Energie verbrauchende Repolarisation nicht mehr durchführen können. Die Zelle verharrt in einem Zustand der Dauererregung, welche als Dauergeräusch wahrgenommen wird. Die später wirksamen aufrechterhaltenden Faktoren der permanenten bewussten Tinnituswahrnehmung sollen dann auf die Art der Signalverarbeitung innerhalb der Hörbahn unseres Gehirnes zurückgehen. Es soll eine Bahnung (= Fixierung) des im Innnenohr entstandenen Störsignales durch alle Instanzen der Hörbahn das anfängliche Überlastungsphänomen der Innenohrzellen dauerhaft hörbar machen.

Andere Hypothesen gehen von Durchblutungsstörungen des Innenohres aus, und versuchen diese durch entsprechende Infusionen zu beinflussen. Die Erfolgsaussichten sind leider nur sehr gering und liegen im Bereich der Plazeboheilung.

Wir konnten zeigen, dass beide pathophysiologischen Theorien falsch sind. Sie wirken auch ein wenig konstruiert: die erste Theorie, da die Hypothese der Bahnung u.a. die große Fluktuationsbreite der Tinnitusstärke überhaupt nicht zu erklären vermag. Die zweite Hypothese erscheint v.a. dann als nicht haltbar, wenn man sich die große Anzahl der immer jünger werdenden und meist unter Dauerstress stehenden Patienten vor Augen führt. Durchblutungsstörungen schon im Alter von 30 Jahren - unwahrscheinlich.

Der Tinnitus entsteht vielmehr als ein Rückkopplungsphänomen bei der Regulation der Vorspannung des Trommelfelles. Ursache sind chronische Infektionen im Bereich der gesamten Hörbahn, die entsprechende Filterfunktionen schädigen, welche eine Rückkopplung normalerweise verhindern.

Wir konnten die verantwortlichen Erreger identifizieren und mit entsprechenden therapeutischen Konzepten eine Heilungsrate von deutlich über 80% bei nicht länger als 6 Monaten bestehendem Tinnitus erreichen.

Allerdings ist es so wie im täglichen Leben. Je länger eine Situation besteht, desto schwerer lässt sie sich ändern. Das bedeutet, dass Patienten mit einem chronischen dekompensierten Tinnitus nur mit einem umfassenden Behandlungskonzept auf der Basis CITERA™-Technologie zu helfen ist.

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